Bei Kreditverträgen ist der Zinssatz ein entscheidender Faktor

Egal ob ein Kredit fürs Auto, die Küche oder eine neue Immobilie: Der effektive Zinssatz bestimmt die Kosten für das Darlehen. Wer hier vor einem Abschluss verschiedene Angebote vergleicht, kann viel Geld sparen.

Die Bonität beeinflusst den Zinssatz

Die Bonität spielt eine wichtige Rolle und beeinflusst nicht nur, ob jemand überhaupt einen Kredit bekommt, sondern hat teilweise auch Einfluss auf die Höhe der Zinsen. In der Regel wird die Bonität über darauf spezialisierte Unternehmen wie die Schufa ermittelt. Diese Unternehmen bekommen von Ihren Partnern eine Meldung, wenn z.B. die Telefon- oder Stromrechnung nicht bezahlt wurde. Durch eine Vielzahl dieser Meldungen und weiterer Merkmale wie dem Wohnort wird eine Zahl ermittelt die aussagt, woe wahrscheinlich eine Rückzahlung des Darlehens ist.

Zusätzlich fließt in die Entscheidung natürlich das aktuelle Gehalt sowie das Gehalt der letzten Jahre mit ein. Auch die familiäre Situation wird in der Regel berücksichtigt: Ein Alleinverdiener mit 2 Kindern hat höhere Fixkosten als ein Single.

Die Unterschiede zwischen Immobilien- und Autokrediten

Bei einem Kredit zur Finanzierung einer Eigentumswohnung oder eines Hauses ist die Vergabe einer hohen Kreditsumme normalerweise einfacher, als wenn der Kauf eines teuren Sportwagens geplant ist. Hintergrund ist, dass im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Kunden die Bank durch Verkauf der Immobilie einen grossen Teil der Kreditsumme wieder zurückerlangen kann. Bei einem älteren Fahrzeug dagegen ist der Wertverlust meistens sehr hoch, sodass das Finanzinstitut auf einem grösseren Teil der Kosten sitzen bleiben würde.

Vergleichen lohnt sich aufgrund der enormen Unterschiede beim Zinssatz

Je nach Anbieter schwanken die Nominal- und Effektivzinsen bei Kreditverträgen vom günstigsten zum teuersten Angebot – beim gleichen Kunden – enorm. Daher sollten vor Abschluss eines Kreditesverschiedene Darlehensangebote verglichen werden, sodass auch günstige Kredite gefunden werden. Insbesondere bei Immobiliendarlehen ergeben sich durch die lange Laufzeit und die hohe aufgenommene Summe auch bei einem Unterschied von nur 0,1% im Nominalzins eine hohe Ersparnis. Allerdings sollte nicht nur auf den Nominalzinssatz geachtet werden. Entscheidend ist, dass der Effektivzinssatz möglichst niedrig ist. Im Effektivzins sind auch die Gebühren bereits enthalten, sodass sich diese Kennzahl am besten für einen Vergleich eignet.

Kostentreiber Kreditausfallversicherung: Notwendig oder Überflüssig?

Bei einem Kreditabschluss steht man immer vor der Frage, ob man eine Kreditausfallversicherung abschließen möchte oder nicht. Diese Versicherung übernimmt die monatlichen Raten, wenn der Kreditnehmer aus bestimmten Gründen nicht mehr in der Lage ist, den Kredit zu bedienen. Beispielsweise wenn der Job verloren wurde oder eine schwere Krankheit eintritt und damit nicht mehr genug Geld zur Verfügung steht. Auch wenn jeder gerne denkt, dass es einen selbst nicht trifft, sollte über eine Versicherung dieser Art nachdenken.

Das Problem ist natürlich, dass auch diese Versicherung nochmals Geld kostet und damit die Kosten des Kredits indirekt in die Höhe treibt. Eine pauschale Antwort, ob sich die Versicherung lohnt, kann nicht gegegeben werden. Generell kann gesagt werden, dass bei Krediten mit kurzer Laufzeit, die z.B. zur Finanzierung einer Küche dienen, die Versicherung nicht unbedingt notwendig ist. Dagegen besteht bei einer sehr langfristig angelegten Finanzierung eines eigenen Hauses durchaus eher die Möglichkeit, dass eine Situation dieser Art eintritt. Wer für den Fall der Fälle vorbereitet sein möchte, der sollte eher diese Absicherung vornehmen.

Fazit: Der effektive Zinssatz ist entscheidend

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der effektive Jahreszins für einen Vergleich entscheidet ist. Wer hier darauf achtet, möglichst günstig abzuschließen, kann sehr viel Geld sparen. Darauf spezialisierte Portale vergleichen zahlreiche Angebote und zeigen Ihnen damit für Sie passende Anbieter.