Das sollten Sie über die Verzinsung und Auszahlung von Sparverträgen wissen

Sparer haben es in diesen Zeiten nicht leicht. Die Zinsen für festverzinsliche Geldanlagen sind so tief wie seit Jahren nicht mehr. Egal ob Sparbücher, Tagesgeldkonten, Lebensversicherungen oder Bausparverträge, der Nominalzins ist generell sehr niedrig und liegt meist bei 0 – 2 Prozent. Im Gegensatz dazu kann mit Aktien eine gute Rendite erzeugt werden. Das Problem hierbei ist nur, dass hier ein hohes Risiko eingegangen wird. Insbesondere auf kurz Sicht lohnen sich Aktien oft nicht.

Wer vor einigen Jahren Geld angelegt hat, freut sich zur Zeit natürlich über die Auszahlung, wenn eine Anlage fällig wird. Leider wehrt die Freude manchmal kurz, wenn es Probleme bei der Auszahlung gibt und der erwartete Betrag niedriger als erwartet ausfällt.

Probleme bei der Auszahlung

Egal um welche Anlage-Form es sich genau handelt, es gibt immer wieder Streitigkeiten bei Fälligkeit oder während der Laufzeit. In solch einem Fall kann zunächst mit der Bank geredet werden. Oft führt das jedoch nicht zum gewünschten Erfolg. Bevor man direkt eine Klage einreicht, kann es sinnvoll sein, sich an einen Ombudsmann zu wenden. Dieser wird als „Schlichter“ zwischen beiden Parteien eingesetzt und kann teilweise Probleme bereits lösen. Insbesondere wenn es jedoch um höhere Summen geht, wird oft ein Gang vor Gericht notwendig.

Damit Sie dort nicht alleine sind und Ihrer Interessen optimal vertreten können, ist es sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten. Idealerweise verfügen Sie über eine Rechtschutzversicherung, die Ihnen die Anwalts- und Gerichtskosten im Fall einer Niederlage übernimmt. Je nach Fall wird eine andere Fachrichtung von Anwälten benötigt. Geht es um einen Baukredit liegt das im Fachgebiet Baurecht. Für Geldanlagen kann es sich um Vertragsrecht oder Wettbewerbsrecht handeln. Je nach Fachgebiet gibt es nur eine kleinere Auswahl an Anwälten. Auf dieser Seite finden Sie eine Kanzlei, die sehr viele Themengebiete im Angebot hat. Diese deckt auch nicht ganz so häufige Gebiete, wie beispielsweise IP-Rechte, ab.

Das Zinstief hat auch seine Vorteile

Menschen, die gerade einen Immobilien- oder Baukredit aufnehmen möchten, freuen sich über die gesunkenen nominalen und effektiven Kreditzinsen. Diese profitieren vom aktuellen Zinstief und erhalten teilweise ab knapp über einem Prozent bereits einen Darlehensvertrag mit 5 Jahre Zinsbindung. Eine Erhöhung auf 10 oder 15 Jahre ist auch bezahlbar. Gerade bei einer größeren Summe ist die Festlegung der Zinsen auf einen Zeitraum von 15 oder gar 20 Jahren durchaus sinnvoll. Der zu zahlende Zinssatz steigt dadurch zwar etwas an, allerdings kann es ansonsten am Ende der festgelegten Zeit eine böse Überraschung geben. Wenn dort die Wirtschaft boomt und wieder Kreditzinsen von 5 – 10% verlangt werden, übersteigt das oft bei weitem das geplante Budget für die Raten. Diese können massiv ansteigen, sodass nicht mehr genug Geld zum Leben übrig bleibt. Die einzige Lösung ist dann oft der Verkauf der geliebten Immobilie und der Umzug in eine Mietwohnung. Was leider bleibt sind Schulden, da durch einen kurzfristigen Verkauf oder gar eine Versteigerung das Haus oder die Wohnung in der Regel deutlich unter dem tatsächlichen Wert verkauft werden müssen.

Fazit: Manche profitieren, andere machen Verluste

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wer zur Zeit Geld für Anschaffungen leihen möchte sehr gute Konditionen erhält. Wer dagegen über hohe finanzielle Rücklagen verfügt und derzeit in keine Immobilie investieren möchte, dem entgeht ein hoher Betrag an Zinsen. Alternativ bleibt der Weg in Aktien zu investieren natürlich offen. Dort kann jedoch niemand im Voraus sagen, wie profitabel oder verlustbehaftet die Anlage im Endeffekt sein wird.